Was ein Auto in der Schweiz kostet

Kosten eines Autos

Die Frage was ein Auto in der Schweiz kostet ist eigentlich einfach zu beantworten: Viel! Und wahrscheinlich deutlich mehr als Sie denken werden. Wenn Sie sich ein Fahrzeug kaufen, sollten Sie bedenken, welche Folgekosten auf Sie zukommen werden. Hierfür ist die Modellwahl bereits entscheidend. Damit Sie sich später nicht wundern, zeigen wir Ihnen, wie Sie die Kosten berechnen können.

Wer sich ein neues Auto anschafft, unterschätzt häufig die anfallenden Kosten. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffung. Diese Kosten kennt jeder bereits im Vorfeld. Was oft nicht bedacht wird sind die Kosten für die Steuer, das Tanken oder die Miete für die Garage. Viele Faktoren sind dafür verantwortlich, dass Autofahren richtig teuer werden kann. Der Wertverlust eines Fahrzeugs ist allerdings am schlimmsten.

Die Betriebskosten

Betriebskosten

Die Betriebskosten für ein Fahrzeug bestehen aus variablen und festen Kosten. Bei den festen Kosten spielt es keine Rolle, ob Sie das Auto benutzen oder ob es den ganzen Tag in der Garage steht. Diese Kosten fallen immer an. Die variablen Kosten sind davon abhängig, wie Sie Ihr Fahrzeug nutzen. Fahren Sie beispielsweise viele Kilometer, fallen die Kosten höher aus. Gesenkt werden können diese nur durch eine umsichtige Fahrweise. 

 

Beim Kauf sollten Sie bereits bedenken, je stärker Ihr Fahrzeug ist, desto höher fallen auch die Kosten aus. Wir möchten Ihnen einmal an einem Beispiel zeigen, wie sich die Kosten für ein Fahrzeug zusammensetzen. 

Unser Musterauto

Durch die Wahl des Fahrzeugs werden automatisch auch die Kosten beeinflusst. Das Musterauto welches wir zur Berechnung einmal genommen haben, kostet CHF 35.000 und erreicht eine jährliche Kilometerleistung von 15.000 km. Die festen Kosten würden so jährlich CHF 6.530 und die beweglichen Kosten circa CHF 3.900 betragen. Das würde bedeuten, dass das Fahrzeug 70 Rappen pro Kilometer kostet. 

 

Im Schnitt rechnet man mit einem jährlichen Wertverlust von etwa 10 Prozent, was bei einem Neuwagen sicherlich zu wenig ist. Bei Occasionen ist dies allerdings wieder zu viel. In der Regel haben Sie den größten Wertverlust bei Ihrem Auto in den ersten drei Jahren.

So setzen sich die Kosten zusammen:

Die Amortisation: Dies ist der Betrag den Sie entweder für die Leasing- oder Kreditrate ausgeben oder den Sie für ein neues Auto ansparen.

 

Die Versicherung: Eine Haftpflichtversicherung benötigen Sie immer. Leasen Sie ein Fahrzeug, müssen Sie dieses in der Regel auch Vollkaskoversichern. Als Anfänger bezahlt man hier hohe Versicherungsbeiträge. Die Prämien allein können bereits einige tausend Franken im Jahr betragen. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich hier immer. Auch sind die Prämien von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

 

Die Autobahnvignette: Diese benötigen Sie auch, wenn Sie kein Risiko eingehen möchten. Werden Sie ohne erwischt, müssen Sie mit einer Busse rechnen. Die Kosten für die Vignette belaufen sich auf 100 Franken.

 

Die KFZ-Steuer: Für Ihr Auto müssen Sie eine Motorfahrzeugsteuer bezahlen. Auch diese unterscheiden sich je nach Kanton und berechnen sich nach Hubraum, Gewicht und Leistung. 

 

Diesel oder Benzin: Fahren Sie viel mit Ihrem Auto, werden auch die Spritkosten steigen. Können Sie ungefähr planen wie viel Sie mit Ihrem Auto fahren werden, können Sie diese Kosten bereits vormerken. Beachten Sie aber bei der Berechnung, dass die Spritpreise schwanken.

 

Service und Reparaturen: Diesen Posten können Sie nur schwer einplanen. Spezialisten rechnen im Schnitt pro 10.000 gefahrener Kilometer mit Ausgaben von circa 800 Franken. Je nach dem welcher Defekt aber vorliegt, können die Kosten aber auch deutlich höher ausfallen. Aber auch die Inspektionen und die regelmäßige Pflege sollten Sie bei Ihrer Rechnung nicht ausser Acht lassen. 

 

Die Pneus: Je mehr Sie fahren, desto schnelle benötigen Sie neue Pneus. Und da es hiervon meist vier sein müssen, kann dies schnell teuer werden. Auch hier lohnt sich immer ein Preisvergleich. 

 

Parkieren: Sind Sie viel unterwegs müssen Sie auch die Kosten für das Parkieren berechnen. Hier können im Monat schnell 200 bis 300 Franken zusammenkommen. Fahren Sie immer an die gleichen Orte, kann es sich lohnen einmal nach Inseraten Ausschau zu halten. Oft finden Sie hier Parkplätze, die Sie günstig anmieten können. Sie benötigen zusätzlich eine Karte für die blaue Zone? Auch hier sind die Preise recht unterschiedlich und liegen zwischen 200 und 300 Franken.

 

Bussen: Sicherlich sind Parkbusse manchmal kaum zu vermeiden, haben aber den Nachteil, dass diese sehr teuer sind. Ein schwerer Fehler im Stassenverkehr ist nicht nur teuer, sondern kann auch gefährlich für Sie und Ihre Mitmenschen werden. Halten Sie sich nicht an die Verkehrsregeln, können so Kosten in Höhe von ein paar hundert Franken bis ein paar Tausend Franken zusammenkommen. Diese Kosten können Sie ganz einfach einsparen. 

 

Nicht zu vergessen sind auch die Kosten für die Reinigung, für eventuelles Zubehör, Abschleppen, den Automobilclub und die Rechtschutzversicherung. Hier sollten Sie sich überlegen was wirklich notwendig ist und wo Sie hier sparen können. 

 

In der Schweiz liegt das monatliche mittlere Bruttoeinkommen bei ungefähr 10.000 Franken. Damit die Menschen mobil sein konnten, gaben diese durchschnittlich 10 Prozent des Einkommens aus. Der grösste Teil davon war für das private Auto. Der Schnitt liegt hier bei 780 Franken pro Monat. Hier sind allerdings alle Kosten wie Anschaffung, Versicherung, Benzin oder Reparaturen bereits enthalten. Für den öffentlichen Verkehr werden im Schnitt nur 149 Franken monatlich ausgegeben. Kein Wunder, da in der Schweiz fast 79 Prozent aller Einwohner über mindestens ein Auto verfügen. Bereits in den 70er Jahren betrug der Teil den die Einwohner für ihr Auto ausgaben circa 10 Prozent. 

 

Für Essen und Trinken musste die Bevölkerung dagegen weniger ausgeben. Für alkoholfreie Getränke und Nahrungsmittel mussten nur 6,9 Prozent ausgegeben werden. Aber natürlich darf auch die Erholung, Kultur und die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Hierfür wurden 6,6 Prozent des Einkommens ausgegeben. 29 Prozent des gesamten Budgets gehen allerdings für Krankenkassen, Sozialversicherung und Steuern ab, wobei die Steuern hier den Löwenanteil haben. Diese liegen im Schnitt bei 1.200 Franken.

 

Somit bleibt dem durchschnittlichen Haushalt noch die Möglichkeit 1.200 Franken zu sparen. Dies sind immer noch rund 12 Prozent, die jeden Monat auf die Seite gelegt werden können. Untere Gehaltsklassen mit einem Einkommen von weniger als 5.000 Franken können aber kaum noch etwas auf die Seite legen. Das bedeutet, dass jeder Schweizer Haushalt ein frei verfügbares Einkommen von circa 6.000 Franken hat. Dies kommt auch daher, dass in mehr als 39 Prozent aller Haushalte mehr als eine Person erwerbstätig ist. 

Kosten für Ihr Auto berechnen

Im Internet finden Sie verschiedene Rechner, die Ihnen dabei behilflich sind die Kosten für Ihr Auto zu berechnen. Dadurch erhalten Sie einen ersten Anhaltspunkt, wie hoch die Ausgaben in Zukunft werden können.